WDR Reportage: Könnes kämpft – LKW-Infarkt

3. Juli 2015
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Der LKW-Infarkt – Warum wir im Stau stehen und dafür auch noch bezahlen müssen

Ein alltägliches Bild im nordrhein-westfälischen Berufsverkehr: Stau auf der Autobahn. Ein LKW reiht sich an den nächsten.

NRW ist Stau-Bundesland Nummer 1 und steht kurz vor dem Verkehrsinfarkt. Nirgendwo in Deutschland stehen Autofahrer häufiger und länger im Stau. Das Straßensystem ist längst überfordert. Der seit Jahren anschwellende LKW-Verkehr verursacht außerdem enorm hohe Schäden an Straßen und Brücken. Vollsperrungen und Baustellen zehren an den Nerven der Autofahrer, teure Reparaturarbeiten wie etwa an der Leverkusener Autobahnbrücke oder der A 40-Rheinbrücke sorgen noch auf die nächsten Jahre hinaus für neue Stauschwerpunkte. Aber nicht nur die Verkehrsteilnehmer sind gestresst, alle im Land leiden unter den Zuständen. Denn durch die ständigen Staus steigen auch Umweltverschmutzung und Lärmbelästigung unverhältnismäßig an.

Wer zahlt eigentlich die Zeche für die Explosion des Güterverkehrs auf der Straße? Sind es wirklich die Fuhrunternehmen und Hersteller von Exportgütern, die durch die LKW-Maut für die Straßenbenutzung und den verursachten Schaden aufkommen? Oder handelt es sich vielmehr um ein Zuschussmodell, bei dem jeder einzelne Bürger zur Kasse gebeten wird?
WDR-Reporter Dieter Könnes erlebt eine merkwürdige Normalität im Land. Der LKW-Infarkt auf der Straße kommt dem Einzelnen immer näher – alternative Transportwege werden entweder nicht in Betracht gezogen oder Investitionen viel zu spät oder nur halbherzig umgesetzt.
Dieter Könnes fragt nach den Ursachen für das Verkehrschaos. Er schaut, was andere Länder wie die Niederlande und die Schweiz besser machen und welche Lösungen es für Nordrhein-Westfalen gibt.

Redaktion:
Irmela Hannover und Jörg Gaensel

Erstausstrahlung:
WDR Fernsehen, Montag, 06. Juli 2015, 20.15 – 21.00 Uhr

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