probono: Für das Gute

Die Mehrheit besteht aus lauter Einzelnen, die voneinander wissen.

Der Unterschied zwischen der Mehrheit oder den Einzelnen. Können Menschen einander verständigen – oder sind sie unmündig und stimmlos? Da verläuft die Grenze zwischen Gut und Böse, die wir im Schilde führen: „pro bono“, für das Gute.

Gut, ursprünglich wünschte unser Gründungsoheim Prof. Alfred Biolek der neuen Firma einen Namen, der deutlich an die seine erinnert – die Kölner Pro GmbH. Wir grübelten und schlugen vor. Und nachdem „pro Kopf“ und „promille“ abgelehnt waren, einigten wir uns. Auf den halben lateinischen Sinnspruchs einer Rubrik der legendären Satirezeitschrift „Pardon“: „Pro bono – contra malum“.

Dies satirische Gen mendelt sich – von unserer ersten Produktion „PrivatFernsehen“ (1996) über „TV Helden“ (2009) bis „tagesschaum“ (2013) – durch unsere Arbeit. Für das Gute ist uns manches Mittel recht. Wie insgesamt die Rezepturen einiger herausragender probono-Produktionen der klugen Regel folgen „Misch zusammen, was nicht passt und staune, was passiert“.

So goss „Der große Deutsch–Test“ mit HaPe Kerkeling die anspruchsvolle Debatte um die Rechtschreibreform in eine volkstümliche RTL-Show. „Maischberger bei n-tv“ lief parallel völlig zu Recht bei „RadioEins“ und war gleichwohl lange unser Lieblingsfernsehen. Nachrichten als Quiz („newsquiz“ bei n-tv), ein Verbrauchermagazin für Konsumkritiker („Was Ihr wollt“, ARTE), Haushaltsüberschuldung als kommerzieller Kracher („Raus aus den Schulden“, RTL).

Da ist nichts dabei, worin man nicht das Gute finden könnte. Zumal wir die schlechten Sachen hier eh unterschlagen. Würde man stets seinen Enkeln erklären können, warum man damals nichts Besseres zu tun hatte als just die Sendung, an der man da gerade arbeitet? Hat es einfach eine Zeitlang bunt geflimmert oder könnte aus unserer Produktion wenigstens mancher etwas mitnehmen? Mindestens: Könnte es schaden?

Was für ein Privileg! Wir arbeiten in der Branche, die den Menschen dabei hilft, einander zu verständigen. Darum geht es.

Die Unsere Produktionen haben eine klare Ausrichtung.

Jede Kollegin, jeder Kollege tritt dieser Haltung bei – oder bringt sie mit. Auch deshalb ist – bei vielen Stars, mit denen wir arbeiten dürfen – der eigentliche Star der probono das Team. So drückt es unsere Homepage aus, so verstehen wir die Treue der MitarbeiterInnen und das ist auch unser Anspruch an uns alle.

Wer mit uns zu tun bekommt, kann sich darauf verlassen. Im Schlechten wie im Guten.